OVER DACH - Erfahrungsbericht

OVER DACH - Erfahrungsbericht

Allgemeine Fragen

1. Warum bist Du Dachdecker geworden?

„Um ganz ehrlich zu sein, habe ich mich tatsächlich erst ganz spät entschieden – neben meiner vorherigen kaufmännischen Ausbildungen – eine technische Ausbildung mit dem Meisterbrief im Dachdeckerhandwerk zu machen. Ich bin zwar in einem Dachdeckerunternehmen aufgewachsen, dort habe ich so einiges von klein auf kennengelernt, aber mich zunächst für eine kaufmännische Grundausbildung entschieden, um danach das Dachdeckerhandwerk zu erlernen.“

2. Was ist das Besondere an Deiner Tätigkeit bei der OVER DACH?

„Mittlerweile haben wir bei der OVER DACH ein Team aufgestellt, das für vollumfängliche Tätigkeiten im Tagesgeschäft ganz selbstverantwortlich ist. Ich selbst bin von der Projekt-Akquise ganz von Anfang an und im besten Fall bis zur Schlussrechnung durch mein Team informiert und somit involviert. In diesem Jahr ist alles anders. Die schwierige Lieferfähigkeit der Materialien und Preisgestaltung führen dazu, dass ich natürlich im operativen Geschäft noch viel intensiver im Einsatz bin. Für uns ist es entscheidend, dass der Kunde am Ende des Tages zufrieden gestellt ist. Dazu gehört zu einem die Termin- und zu anderen auch die Preisgestaltung. Wir strengen uns sehr an die negativen Auswirkungen im Rahmen zu halten. Wir müssen teilweise auch gestehen, dass wir nicht immer die gewünschten Ergebnisse erreichen können, da die äußeren Einflüsse einfach zu gravierend sind.“

3. Welche Herausforderungen meisterst Du in Deinem Gewerk generell?

„Die heutigen Herausforderungen sind sowohl technischer und kaufmännischer Natur. Aus technischer Sicht, weil Planungen und Ausführungen nicht immer optimal sind. Das ist vor allen Dingen auf den Fachkräftemangel zurückzuführen. Der Begriff „Handwerks-Ehre“ hat nicht mehr höchste Priorität. Auf der anderen Seite die kaufmännischen Gründe. Leider ist es so, dass die geplanten Kosten von den Realisierungskosten deutlich abweichen. Daher sind zu wenige Mittel in der Bau-Kette vorhanden, wodurch Kosteneinsparungen an erster Stelle stehen. So haben Handwerksbetriebe neben normal laufenden Baustellen auch mit Einbehaltung von Teilzahlungen oder gar mit ganzen Zahlungsstopps zu rechnen. Hierfür gibt es dann übrigens einen „Fachbegriff“ der sogenannte Justizkredit.

Aktuell ist natürlich die größte Herausforderung in dieser Corona-Zeit das Team zu erreichen. Problem ist, dass persönliche Treffen reduziert oder gar nicht stattfinden. Besprechungen finden, wenn dann, nur online statt und gegebenenfalls können Bedürfnisse einzelner Mitarbeiter zurzeit nicht richtig wahrgenommen werden. Die individuelle persönliche Belastung jedes einzelnen Mitarbeiters ist natürlich sehr hoch. Die Corona-Einschränkungen machen sich im ganzen Lebens- und Alltags-Rhythmus bemerkbar, nicht nur bei Einschränkungen auf der Arbeit, sondern tatsächlich auch im Privatleben im Umgang mit der eigenen Familie, Freunden und Bekannten. Ich bin stolz auf mein Team! Wir waren bis jetzt bis auf einen Verdachtsfall und zwei Mitarbeitern, die für kurze Zeit in kontaktbedingter Quarantäne waren, mit keinen weiteren gesundheitlichen Auswirkungen der Pandemie konfrontiert.

Eine weitere Herausforderung für uns im Moment ist, dass alle Mitarbeiter geimpft werden sollen, wenn Sie es möchten. So sind wir im ständigen Austausch mit der Bau BG, um dort über Neuigkeiten zu einem beschleunigten Impfverfahren für Betriebe zu erfahren. Aktuell zweite größte Herausforderung ist die Materialverfügbarkeit für unsere Projekte, aber auch die Preisgestaltung für unsere Kunden. Gegenwärtig liegt uns eine weitere Projektzusage mit sofortiger Ausführung vor. Wir selbst können den Auftrag leider noch nicht bestätigen, da wir selbst nicht wissen mit welchen Materialien wir unsere Dienstleistungen ausführen sollen bzw. unsere Auftraggeber natürlich ein Recht darauf haben zu erfahren, was sein Dach kosten wird. Seit April/Mai 2021 ist dies ein unveränderter Status Quo und größte Herausforderung so ein Projekt in irgendeiner Form zeitnah zu realisieren. Auf der anderen Seite warten wir genauso auf Rückmeldung der Auftraggeber nach erfolgter Angebotsunterbreitung. Als ehrliches Feedback haben wir bereits erfahren, dass eingeplant wurde, diese Zeit vorübergehend auszusitzen und darauf gehofft diese Phase nach ein paar Monaten überstanden zu haben. Leider hat sich diese Phase nicht, wie erhofft, in die positive Richtung entwickelt. Nach derzeitigen Informationen wird der Materialengpass bis voraussichtlich zum Jahreswechsel anhalten und bis dahin ist noch mit einer anhaltenden nicht-definierbaren Preisentwicklung zu rechnen ist.

Zusätzlich herausfordernd ist auch die Materialbeschaffung. Trotz der aktuellen Lieferengpässe bestimmter Materialien, konnten wir ausreichend Kontingente für unsere Projektaufträge bis zum Jahresende 2021 sichern. Dabei handelt es sich um eine Vielzahl unterschiedlicher Materialien, wie z.B. FPO-, Bitumen-, EPDM-Bahnen, aber auch Sandwichpaneele und Einbauteile, wie Türen, Fenster und Tore. Daraufhin weitere Leistungen aus dem Bereich Stahlbau und natürlich Dämmstoff, wie EPS und Mineralfaser.“

4. Welche digitalen Medien/Kanäle begleiten und unterstützen Euch bei der Arbeit?

„Bei der OVER DACH arbeiten wir sehr stark mit den Medien Facebook, LinkedIn, XING und Instagram, um so unsere Kunden, Lieferanten, als auch Mitarbeiter zu erreichen. Natürlich pflegen wir auch eine eigene Webseite. In Kombination mit den verschiedenen Medien können wir unseren Expertenstatus und unseren Status als Top-Arbeitgeber positionieren.“

5. Welche Botschaft hast Du an Deine Berufskollegen?

„Die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter und Nachwuchskräfte ist das höchste Gut. Bildet fortlaufend aus und bildet Eure Fachkräfte weiter, sodass ihr in Zukunft nicht mehr mit einem Stundensatz von 50 € arbeiten müsst. Andere Handwerkssparten machen es uns vor, die unter 25 € pro angefangene 15 Minuten nicht mehr tätig sind. Das sollte auch die Zukunft des Dachdeckerhandwerks sein, denn unsere Leistungen im Bau sind extrem wichtig! Nicht nur unsere Kernleistung ist wichtig, sondern auch unser gesamtes Leistungsspektrum ist so erheblich und fassettenreich geworden, dass wir in Zukunft neben kaufmännischen-tätigen auch technisch-versierte Mitarbeiter im Büro einsetzen werden müssen. Auch als Hinweis aus dem fachtechnischen Tag aus 2021 kommt zukünftig hinzu, dass die „Juristerei“ in unserem Unternehmen bzw. generell in der Baubranche immer mehr an Stellenwert bekommt.“

5. Welche Botschaft hast Du an Deine Berufskollegen?

Objektfragen

6. An welchem Objekt arbeitet OVER DACH aktuell? (Verarbeitung, Ort, Zeitraum)

„Zurzeit arbeiten wir in einem Chemiepark an einer Gebäudehülle. Wir erstellen dort den Stahlbau, die Fassaden, liefern Türen, Fenster, Tore und setzen dem Objekt mit einem Bitumen-Flachdach die Krone auf. Als weiteres, erwähnenswertes und anstehendes Objekt ist ein Supermarkt in Dormagen im Juli diesen Jahres geplant. Hier führen wir eine Folienabdichtung mit Mineralfaser von ca. 10.000 m² aus. In aktueller Bauphase befindet sich noch ein Objekt in der Kölner Stadtmitte bei dem wir bald auf einem SHED-Dach eine neue Folienabdichtung inkl. Dämmstoff aufbringen.“

7. Welche Freund Produkte werden bei der OVER DACH verwendet?

„Als Xpert Pro Mitglied im Freund Partnerprogramm haben wir derzeit zwei Testgeräte bei uns in Einsatz, um Freund mit unserem Feedback in der Entwicklungsphase zu unterstützen. Es handelt sich hier speziell um Gerätschaften, die im Flachdachbereich zur Anwendung kommen und in nächster Zeit voraussichtlich von unserem Partner Freund auf dem Markt gebracht werden.“

Mehr Infos findest Du hier!

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