Mach mal anders: Dachgeschichten von Welt

Mach mal anders: Dachgeschichten von Welt

Wilma, wir ziehen zum!

Ja, wir denken dasselbe wie du: Wie geil ist das denn? Und: Ist das echt? Ja, ist es. Und Fred Feuerstein wäre in die Casa do Penedo jetzt genau so schockverliebt wie du. Das „Haus des Felsens“ steht bereits seit 1974 in der Nähe der portugiesischen Stadt Fafe, nordöstlich von Porto. So faszinierend wie das Haus ist auch seine Bauweise: Zwischen vier großen Felsblöcken, die als Fundament, Wände und Decke dienst, entstand es vom Dach an abwärts. Vier Jahre dauerte der Bau, der heute ein Museum beherbergt. Nur bei Fenstern und Holztreppe sowie beim Dach setzten die Macher auf Klassisches – es wurde mit Ziegeln eingedeckt. Da wärst du auch gerne am Start gewesen? Wundert uns nicht.

Gläsernes Grün

Kalt wird’s im Flower Dome und im Cloud Forest in Singapur nicht. Das größte Glas-Gewächshaus der Welt und sein etwas kleinerer Nachbar sind Giganten mit einer Gesamtfläche von zwei Hektar – das entspricht fast drei Fußballfeldern. Architekten und Dachdecker haben Meisterwerke der Leichtbaukonstruktionen geschaffen, mit abgehängten Gitterschalen mit Wärmeschutzverglasung. Allein die Flower Dome-Außenwand steht aus über 3300 Glaspaneelen. Sonne pur im Inneren? Ja, aber dosiert: Der computergesteuerte Sonnenschutz fährt bei Bedarf binnen 70 Sekunden aus. Perfektes Klima also für eine Pflanzenvielfalt aus Südafrika, Kalifornien, aus dem Mittelmeerraum sowie aus tropischen Bergwäldern. Ach so, einen begehbaren und bewachsenen Berg mit 35 Meter hohem Wasserfall hat man dem Flower Dome auch noch spendiert. Da hättest du beim Bau gerne mal oben auf dem Dach gestanden? Das dachten wir uns.

Gläsernes Grün

Spitze Nachhaltigkeit

Die Natur inspiriert uns. Mit ihren Formen, ihrer Kraft, ihrer Ursprünglichkeit. Wir leben in ihr und mit ihr. Sie ist Vorbild für die Art, wie wir wohnen. Immer wieder einzigartig anders. Natürlich großartig. Mit dem Dach als Krönung. So wie das der Tree Houses am Dawson Lake in West Virginia. Spitze Häusermeisterwerke zwischen, aber nicht auf Bäumen. Für Reisende, die die Natur schätzen. Als Lebens- und Schutzraum. Als nachwachsenden Schatz, wenn man es richtig macht. Denn die Tree Houses, erdacht von den Architekten Peter Pichler und Silvana Ordinas, werden aus einheimischem Holz hergestellt. Limitiert sind sie zunächst auf acht Einheiten mit 36 bis 55 Quadratmetern Fläche, für einen Natur-Tourismus mit Bedacht. Wer diese Tree Houses mit einem Dach vollenden darf, hat es nach oben geschafft. Da willst du auch hin? Dann los. Wir sind dabei.

Spitze Nachhaltigkeit

Nicht den Durchblick verlieren

Valencia – Sehnsuchtsort im Mittelmeer für alle, die einzigartige Architektur lieben. Wie das L’Hemisfèric, das Auge des Wissens, dem 1998 fertiggestellten allerersten Bauwerk in der Stadt der Künste und Wissenschaften. Dieser große Gebäude- und Parkkomplex im trockenen Flussbett des Turia ist heute 350.000 Quadratmeter groß. Das riesige Augenlid des L’Hemisfèric öffnet sich dort zum Wasser und gibt den Blick frei auf seine inneren Werte: Eine 110 Meter und 55 Meter breite Halbkugel mit IMAX-Kino, Planetarium und Laserium. Es stellt die Iris des wohl größten Auges in ganz Spanien dar, dessen Dach aus purer Schlichtheit und Eleganz Tag für Tag von der Sonne geküsst wird. Was für ein Arbeitsplatz für alle, die das Dachdecken lieben.

Nicht den Durchblick verlieren